Die Geschichte von Fützen

Fützen hat heute etwa 694 Einwohner und eine Gemarkung von ca. 1807 ha. Zum erstenmal urkundlich erwähnt wurde Fützen schon am 4. Januar 1083. Seinen Namen soll das Dorf vom Heiligen Vitus haben, denn es tauchten damals die Namen “Vitusheim, Vitsheim” auf, was gleichbedeutend mit den urkundlichen Schreibweisen “Vüzen und Phiezen” war. Aufgrund der damaligen verschiedenen Rechtschreibungen fand man auf unterschiedlichen Urkunden auch die Namen “Fietzigheim, Vuezen und Fietzen”. Auch die Kirche, die es seit 1179 gibt und damals wohl eher eine Art Kapelle gewesen sein muß, trug den Namen des Heiligen Vitus. Die Kirche wurde 1750 bis 1755 umgebaut, da sie für alle Bewohner zu klein geworden war.

Die Landwirtschaft war damals Haupterwerbszweig. Zwei andere Einnahmequellen machten das Dorf weit über die Grenzen der Herrschaft hinaus bekannt. Zum einen war Fützen Gerichts- und Marktstätte und besaß seit 1561 das Recht, an bestimmten Feiertagen und an allen Sonntagen Markt abzuhalten. Zum anderen war Fützen für seine Gipsvorkommen bekannt.

Fützen liegt ungefähr 7 Kilometer von Blumberg entfernt. Durch die 1994 eingeweihte Ostumgehungsstraße B 314 ist der Ort zu einem einladenden Rastplatz an einer internationalen Hauptverkehrsschlagader geworden. Die ruhigere Atmosphäre lädt zu einem Aufenthalt in Fützen ein.